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Verbindliche Erklärung des StMAS zu den Anpassungen der Quarantäneregelungen vom 03.02.2022

462. Newsletter
Allgemeine Informationen zur Kindertagesbetreuung

 

Informationen zum Coronavirus (SARS-CoV-2)

Anpassungen der Regelungen zum Vorgehen bei hohem Infektionsgeschehen in Kindertageseinrichtungen - Quarantäneregelungen

Wir haben Sie bereits mit dem 461. Newsletter über die geplanten Neuregelungen des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege (StMGP) zum Infektionsschutz und zum Kontaktpersonenmanagement im Bereich der Kindertagesbetreuung informiert. Diese wurden am 3. Februar 2022 den Gesundheitsämtern übermittelt. Damit gilt künftig mit Blick auf die überwiegend milderen Krankheitsverläufe bei Infektionen mit der inzwischen auch in Bayern dominierenden Virusvariante Omikron folgendes Vorgehen im Bereich der Kindertagesbetreuung.
Isolation von infizierten Personen
Wird ein Kind im Selbsttest durch die Eltern zu Hause positiv getestet, darf es die Einrichtung nicht besuchen; alle Kontakte müssen sofort so weit wie möglich reduziert werden. Gleiches gilt für Beschäftigte der Einrichtung. Ein positiver Selbsttest sollte durch einen PCR-Test überprüft werden.
Für Kinder und Beschäftige, die im PCR-Test (auch in einem PCR-Pooltest) oder in einem zertifiziertem Antigen-Schnelltest durch eine medizinische Fachkraft oder eine vergleichbare, hierfür geschulte Person, z.B. in einer Apotheke, ein positives Ergebnis erhalten, gilt eine Absonderungspflicht. Eine Anordnung durch das Gesundheitsamt ist nicht erforderlich.
Die Erziehungsberechtigten sollten die Einrichtungen unverzüglich über ein positives Testergebnis des Kindes informieren. Dies gilt für positive Selbsttests ebenso wie für positive Testergebnisse bei zertifizierten Antigen-Schnelltests oder PCR-Tests.
Kontaktnachverfolgung
Künftig findet durch die Gesundheitsämter keine Kontaktnachverfolgung in Einzelfällen mehr statt. Solange nur einzelne Kinder oder Beschäftige positiv auf das Corona-Virus getestet werden, dürfen die übrigen Kinder die Einrichtung weiter besuchen.
Häufung von Infektionsfällen
Von einer Häufung von Infektionsfällen ist auszugehen, wenn mehr als 20 Prozent der Kinder, die in der Gruppe regelmäßig betreut werden, aufgrund einer positiven Testung auf Sars-CoV-2 die Einrichtung nicht besuchenAuf die Testart kommt es dabei nicht an. Dazu zählen auch Kinder, die aufgrund eines positiven Selbsttests die Einrichtung aktuell nicht besuchen können. Entscheidend ist, dass die Einrichtung Kenntnis von dem positiven Test hat.
Gruppenschließung bei Häufung von Infektionsfällen
Im Falle einer Häufung von Infektionsfällen soll der Träger die betroffene Gruppe für die nächsten fünf Wochentage (Wochenende und Feiertage zählen mit) schließen. Die Entscheidung trifft der Träger, er kann diese jedoch auf die Einrichtungsleitung übertragen. Die Gruppenschließung ist der Aufsichtsbehörde unverzüglich vom Träger oder ggf. der beauftragten Leitung der Einrichtung anzuzeigen. Die Gruppenschließung hat keine Auswirkungen auf die Förderung nach dem BayKiBiG.
Ausnahmen von der Gruppenschließung
Im Fall einer Gruppenschließung können grundsätzlich alle Kinder der Gruppe diese für die nächsten fünf Wochentage nicht besuchen. Kinder, die von einer Quarantäneanordnung nicht betroffen wären, können die Einrichtung trotz Gruppenschließung grundsätzlich weiter besuchen. Allerdings wird auch ihnen empfohlen, die Kontakte zu reduzieren und die Einrichtung nicht zu besuchen.
Gemäß Nr. 2.1.1.2 AV Isolation sind von der Quarantänepflicht ausgenommen:

  • Zweifach Geimpfte („frisch Geimpfte“ ab 15. Tag bis zum 90. Tag nach der 2. Impfung)
  • Genesene („frisch Genesene“ ab dem 29. Tag bis zum 90. Tag nach positivem PCR-Test)
  • Genesene nach PCR-bestätigter Infektion und danach mindestens einer Impfung (zeitlich unbegrenzt)
  • Personen mit spezifischem Antikörpernachweis und danach mindestens einer Impfung (zeitlich unbegrenzt)
  • Geimpfte mit mindestens einer Impfung, die danach von einer COVID-19-Erkrankung genesen sind (zeitlich unbegrenzt)
  • Geboosterte mit 3 Impfungen (zeitlich unbegrenzt)

Die Einrichtung kann hierfür einen Nachweis verlangen. Entscheidend für die Frage, ob Kinder von der Gruppenschließung ausgenommen sind, sind stets die Ausnahmen von der Quarantäne nach der aktuellen Regelungen der AV-Isolation. Nähere Informationen dazu finden Sie auf der Seite des StMGP unter https://www.stmgp.bayern.de/coronavirus/.
Kinder die von der Gruppenschließung ausgenommen sind, können bei Bedarf vorübergehend auch in einer anderen Gruppe betreut werden.
Beginn und Dauer der Gruppenschließung
Der Träger oder die Einrichtungsleitung stellt fest, dass es eine Häufung von Infektionsfällen gibt. Sie ordnet dann die Gruppenschließung an und informiert die Eltern. Die Gruppenschließung gilt erst ab dem nächsten Tag. So soll es vermieden werden, dass Kinder kurzfristig abgeholt werden müssen. Sie gilt von da an für fünf Wochentage. Beginnt die Gruppenschließung bspw. am Freitag, so ist der letzte Tag der Schließung der Dienstag. Eventuelle Quarantäneanordnungen gelten selbstverständlich ab dem Tag der Anordnung.
Da die Gruppenschließung eine mögliche Häufung von Infektionsfällen unterbricht, kann bei den nach Ablauf der fünf Tage zurückkehrenden Kindern davon ausgegangen werden, dass sie von der Häufung der Infektionsfälle nicht betroffen waren. Daher setzt eine erneute Gruppenschließung der gleichen Gruppe voraus, dass es dort nach der Rückkehr der Kinder zu einer erneuten Häufung von Infektionsfällen kommt.
Nach Rückkehr aus der Gruppenschließung sollten alle Kinder, auch geimpfte und genese, einen Testnachweis erbringen, auch wenn an diesem Tag kein „Testtag“ wäre. Hierfür gelten die regulären Regelungen zur Testnachweispflicht.
Information des Gesundheitsamtes bei einer Häufung von Infektionsfällen
Das Gesundheitsamt wird umgehend vom Träger oder der Einrichtungsleitung über die Häufung informiert. Das Gesundheitsamt kann daraufhin alle Kinder der betroffenen Gruppe als enge Kontaktpersonen einstufen. Das bedeutet, dass die Kinder sich in Quarantäne begeben müssen. Dabei gelten die oben genannten Ausnahmen, bspw. für geimpfte oder genesene Kinder.
Verfahren bei der Anordnung von Quarantäne
Einzelanordnungen des Gesundheitsamts sind nicht notwendig. Das Gesundheitsamt übermittelt die Entscheidung an die Einrichtung, welche wiederum die Erziehungsberechtigten über diese Entscheidung des Gesundheitsamts informiert. Hierzu wird von der Einrichtung der vom Gesundheitsamt übermittelte Bescheid an die Eltern weitergeleitet. Durch dieses Verfahren wird die individuelle Kontaktpersonenermittlung, bei der die Gesundheitsämter auf die Unterstützung der Einrichtungen angewiesen wären, vermieden. Die Weitergabe der Einzeldaten der betroffenen Kinder von den Einrichtungen an die Gesundheitsämter ist nicht notwendig.
Kinder, die von der Quarantänepflicht ausgenommen sind, erhalten die dringende Empfehlung, ihre Kontakte zu reduzieren. Sie können jedoch, wie bei einer Gruppenschließung, betreut werden. Hier gilt das gleiche Vorgehen wie bei Gruppenschließungen.
Freitestung nach Quarantäne
Grundsätzlich dauert eine Quarantäne 10 Tage. Kinder in Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen oder Heilpädagogischen Tagesstätten können sich nach fünf Tagen freitesten. Dies geschieht mittels negativem Antigen-Schnelltest, durchgeführt durch eine medizinische Fachkraft oder eine vergleichbare, hierfür geschulte Person (z.B. in den Apotheken oder Testzentren), oder mittels negativem PCR-Test. Ein Selbsttest ist nicht zulässig Voraussetzung ist ferner, dass während der Quarantäne keine COVID-19-typischen Symptome aufgetreten sind. Die Beendigung der Quarantäne wird wirksam mit der Übermittlung des negativen Testergebnisses durch die Erziehungsberechtigten an das zuständige Gesundheitsamt. Eine etwaige „Freitestung“ liegt in der Eigenverantwortung der Erziehungsberechtigten. Eine Kontrolle durch die Einrichtung oder durch das Gesundheitsamt erfolgt nicht.
Rückkehr nach der Quarantäne
Nach Rückkehr aus der Quarantäne haben die Kinder einen Testnachweis zu erbringen, auch wenn an diesem Tag kein „Testtag“ wäre. Hierfür gelten die regulären Regelungen zur Testnachweispflicht.
Beschäftigte
Da die Beschäftigten - anders als die betreuten Kinder - Maske tragen und da sie meist von der Quarantänepflicht aufgrund ihres Impf- oder Genesenen-Status ausgenommen sind, können sie auch bei einer Häufung von Infektionsfällen ihrer Tätigkeit weiter nachgehen. Ein intensiviertes Testregime über 5 Wochentage wird empfohlen.
Hort
Für den Hort gelten die Regelungen analog zur Schule, da die Kinder hier wie in der Schule auch durchgängig Maske tragen und auch Abstand halten können. Deshalb ist hier von einer Häufung von Infektionsfällen erst dann auszugehen, wenn mehr als die Hälfte der Kinder einer Gruppe aufgrund einer positiven Testung auf Sars-CoV-2 die Einrichtung nicht besuchen. Die Hortgruppe ist dabei eigenständig. Kinder, deren Klasse sich zwar im Distanzunterricht befindet, die aber nicht in Quarantäne sind, können den Hort weiter besuchen. Umgekehrt können Kinder, deren Hortgruppe geschlossen ist, die sich aber nicht in Quarantäne befinden, weiter die Schule besuchen. Auch ihnen wird jedoch in der Regel empfohlen, ihre Kontakte zu reduzieren.
Tagespflege
Für die Tagespflege ist von einer Häufung von Infektionsfällen auszugehen, wenn mindestens zwei Kinder betroffen sind. Dann ist das Gesundheitsamt von der Pflegeperson zu informieren. Die Einstellung der Betreuung ohne Quarantäneanordnung kann hier jedoch nur mit Zustimmung des Trägers der öffentlichen Jugendhilfe erfolgen. Hintergrund hierfür ist, dass der Freistaat nicht darüber entscheiden kann, ob das Tagespflegeentgelt weiter geleistet wird.
Für die Großtagespflege gilt der Richtwert von 20 Prozent.
Ausblick
Es ist geplant, das Testregime künftig in Gruppen, in denen es einen Infektionsfall gab, zu intensivieren. Wir werden sie umgehend darüber informieren, sobald die entsprechenden rechtlichen Änderungen beschlossen wurden. Bis dahin kann eine entsprechende Anordnung im Einzelfall durch das Gesundheitsamt erfolgen.
Über dieses intensivierte Testregime sowie die neuen Quarantäneregelungen werden wir dann auch in einem Elternbrief informieren. Der Elternbrief wird auch in Englisch, Französisch, Arabisch, Türkisch sowie in leichter Sprache übersetzt.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Referat V 3 – Kindertagesbetreuung

Nachrichten

Neue Informationen zur Corona-Pandemie

Ende der Testungen im Bereich der Kindertagesbetreuung

Wie bereits im 470. Newsletter mitgeteilt, endet ab 1. Mai 2022 die Testnachweispflicht für alle Kinder und Beschäftigten im Bereich der Kindertagesbetreuung. Gleichzeitig enden auch das Selbsttestangebot durch den Freistaat Bayern und die Angebotspflicht der Träger. Das heißt, ab dem 1. Mai 2022 werden keine neuen Berechtigungsscheine zur Verfügung gestellt. Ausgegebene Berechtigungsscheine können nicht mehr eingelöst werden.

Neue Informationen zur Corona-Pandemie

Änderung der Allgemeinverfügung Isolation (AV-Isolation) zum 13. April 2022 – Auswirkungen auf intensiviertes Testverfahren und Gruppenschließungen

Das Bayerische Gesundheitsministerium hat kurzfristig mit Wirkung ab 13. April 2022 die Regelungen zur Quarantäne und Isolation im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion geändert. Nach der neuen sogenannten AV-Isolation müssen Kontaktpersonen künftig nicht mehr in Quarantäne. Daher wird es künftig in Kitas auch keine neuen Gruppenschließungen mehr geben.

Osterweg 2022

Von Palmsonntag (10.04.22) bis Ostermontag (18.04.22) werden rund um die Sulzbacher Kapelle 5 Stationen mit Bildern, Texten, Gebeten und Mitmachaktionen aufgebaut sein.

Weitere Informationen finden Sie >> HIER <<

Kinderkleider- und Spielzeugbasar am Sonntag, 10.04.2022

Herzliche Einladung !
Der Elternbeirat vom Sonnenhügel veranstaltet am Sonntag, 11.04.2022 von 13.00 Uhr - 15.00 Uhr auf dem Grillplatz Am Sportplatz in Sulzbach einen >> Kinderkleider- und Spielzeugbasar <<
Mit Kaffee und großem Kuchenbuffet !!

Neue Informationen zur Corona-Pandemie

Künftige Schutzmaßnahmen in der Kindertagesbetreuung

Das neu gefasste Bundesinfektionsschutzgesetz erlaubt ab dem 3. April 2022 nur noch streng begrenzte Basisschutzmaßnahmen in bestimmten Bereichen.

Unverändertes Testkonzept

Der Bayerische Ministerrat hat heute entschieden, dass die Testnachweispflicht in der Kindertagesbetreuung für Kinder und Beschäftigte zunächst bis zum Ende der Osterferien unverändert fortbesteht.

Neue Informationen zur Corona-Pandemie

Vorabinformation:
Das StMAS informiert über die möglichen Öffnungsschritte ab dem 20.03.2022 in der Kindertagesbetreuung.

Info zum Ukraine-Konflikt

Kindliche Ängste und Sorgen ernst nehmen und altersgerecht begegnen

Liebe Eltern,
die schrecklichen Entwicklungen in der Ukraine bestürzen und verunsichern nicht nur die Erwachsenen. Auch Kinder sind davon betroffen und werden, wenn auch unbeabsichtigt, mit diesen Informationen und Bildern konfrontiert, etwa über Gespräche von Erwachsenen im Umfeld, Nachrichten oder Social-Media-Kanäle. Vor allem für Kinder ist es sehr schwierig, diese Informationen zu verarbeiten.

Anmeldung neuer Kinder für das Jahr 2022/23

Liebe Eltern, Liebe Interessierte, hier finden Sie die Erläuterungen zum Anmeldebogen für NEUE Kinder, die bisher noch keine Kindertageseinrichtung in Sulzbach oder Soden besuchen und auch noch nicht dafür angemeldet wurden.

Anträge nehmen wir bis zum 15.03.2022 entgegen.

Neue Informationen zur Corona-Pandemie

Das StMAS informiert zur weiteren Anpassung der Regelungen zum Vorgehen bei hohem Infektionsgeschehen.

Stand: 09.02.2022

Neue Informationen zur Corona-Pandemie

Verbindliche Erklärung des StMAS zu den Anpassungen der Quarantäneregelungen vom 03.02.2022

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